Pilgerreise nach Israel 2017

 
Vom 12. bis 22. November 2017 macht sich eine Gruppe von 30 Reichenauern mit Pater Stephan Vorwerk OSB auf den Weg des "5. Evangeliums" ins Heilige Land.
Sie sind eingeladen, in diesem Israel-Blog mit zu pilgern....
 
Anflug auf Tel Aviv
1. Abendausklang auf der Terasse des Pilgerhauses Abrahams Herberge in Beit Jalla
Abendausklang
Unsere Herberge in Beit Jalla " Abrahams Herberge" auf palästinensischem Gebiet
Geburtskirche
Geburtskirche
Geburtskirche
Herodium
Herodium
Good customers
Herodium
Ölberg
Ölberg
Stephanustor
Jerusalem
Jerusalem
Grabeskirche
Grabeskirche
Grabeskirche
Jerusalem
Jerusalem
Felsendom
Tempelberg
Al Aqsa Moschee
Klagemauer
Dormitio Abtei
Reisegruppe
Reisegruppe
St. Georg
St Georg
Wüste Judäa
Wüste Judäa
Jericho
Totes Meer
Totes Meer
Tabgha
Kloster Tabgha
Kloster Tabgha
Primatskapelle
Karphanaum
Malereien Karphanaum
Bootsfahrt
Berg der Seligpreisungen
Bergpredikt Genezareth
Caesarea Philipi
Banyas
Banyas
Golanhöhen
Golanhöhen
Golanhöhen
Golanhöhen
Golanhöhen
Nazareth - griechisch orthodoxe Kirche Verkündigung Mariens
Führung durch Nazareth
ältestes Kaffee in Nazareth
Nazareth - Einkehr im Cafe Abu Salem
Walnusstee mit Zimt im berühmten Cafe Abu Salem
sonntäglicher Bazar in Nazareth
im Bus zum Berg Tabor
Verklärungsbasilika auf dem Berg Tabor
Abendeinladung bei den phillipinischen Schwestern im Gästehaus von Tagha
Sisters of Benedict
Tanzen mit den Sisters
bestimmt besuchen uns die Schwestern auf der Reichenau...
Akko
Akko Isreals Tor zum Mittelmeer
Haifa
Blick über Haifa
Synagoge Karphanaum
Synagoge Karphanaum
Magdala
Altar in der duc in altum Kirche in Ginnosar
Nof Ginnosar Boot aus der Zeit Jesu
Mittagessen auf arabisch
Mittagessen mit Schnitzel
Weinprobe in der Golan Height Winery
1. Tag - Reichenau - Zürich - Tel Aviv - Beit Jalla
Bei 8 Grad und Dauerregen starteten wir um 8.00 Uhr Richtung Flughafen Zürich. Das Einchecken und die speziellen Sicherheitskontrollen haben alle gut geklappt. Der Start in Zürich war durch den starken Wind ganz schön turbulent aber ein ruhiger Flug schloss sich an.
Wir landeten pünktlich um 17.45 Uhr in Tel Aviv. Israel ist uns eine Stunde voraus. Unser örtlicher Reiseführer Nigdal begrüßte uns am Flughafen und wir starteten mit dem Transfer nach Beit Jalla bei Bethlehem. Nigdal gab uns eine erste Einführung in die Problematik dieses Landes. Die Fahrt vom Flughafen bis nach Beit Jalla dauerte ca. 1 Stunde. Wir sind problemlos durch die Grenzkontrollen gekommen.
Zuerst gab es ein sehr gutes Abendessen in unserem Pilgerhaus Abrahams Herberge. Jetzt sitzen wir alle gemütlich zusammen auf der Terrasse unserer Herberge und genießen den lauen Abend. Morgen beginnt das Programm.
Herzliche Grüße an alle zu Hause von der ganzen Pilgergruppe. Schalom.
2. Tag - Bethlehem - Geburtskirche - Herodium - Hirtenfelder
Am Morgen Weckruf des Muezzin um 4.00 Uhr, dann durften wir noch etwas weiterschlafen. Nach einem sehr guten Frühstück in unserem Pilgerhaus ging es um 8.30 Uhr los Richtung Bethlehem zur Geburtskirche.
Wir waren um kurz nach neun auf dem Krippenplatz. Das Evangelium der Menschwerdung unseres Herrn Jesus Christus wurde durch Pater Stephan vorgelesen. Alle mussten durch den kleinen Eingang der Kirche (1,20m hoch) in Demut die Kirche betreten. Die Kirche begrüßte uns in einem Kleid von Gerüsten und Abdeckungen. Sie wird derzeit komplett renoviert. Brav stellten wir uns an, um in die Geburtsgrotte zu gelangen. Nach ca. 1 1/2 Stunden kamen wir dran.
Dieser Ort ist ein Kraftort und man spürt richtig die Spiritualität, die von diesem Ort ausgeht. Entsprechend Zeit nahmen wir uns auch.
Anschließend ging es zum Berg Herodium, eine vom Herodes dem Großen im ersten Jahrhundert vor Christus errichtete Festung und Palastanlage zwölf Kilometer südlich von Jerusalem im heutigen Westjordanland gelegen.
Die Festung liegt auf 758 Metern über dem Meer und hat uns in Ihrem sehr gut erhaltenen Zustand sehr fasziniert.
Jetzt war es Zeit zum Mittagessen. Wir fuhren in ein Beduinenzelt und bekamen dort sehr gute arabische Küche in einem sehr schönen Ambiente.
Nach dem Mittagessen besuchten wir die Hirtenfelder und statteten noch zwei christlichen Holzschnitzereien einen Besuch ab.
Das Wetter ist perfekt. Es hat 24 Grad. Jetzt ist etwas Zeit noch bis zum Abendessen und anschließend werden die Reichenauer wohl wieder die Terrasse belagern. Ganz nach dem Spruch von Pater Stephan "Reichenauer are good customers".
Schalom und Gottes Segen aus Bethlehem, bis morgen.
3. Tag - Jerusalem - Ölberg - Grabeskirche
Heute hieß es Abschied nehmen von unserem Pilgerhaus "Abrahams Herberge" in Beit Jala/Bethlehem. Der Bus brachte uns zunächst an den Ölberg. Von nun wurde alles zu Fuß erkundet.
Der erste Blick auf Jerusalem vom Ölberg aus ist beeindruckend. Die Heilige Stadt, in der die drei monotheistischen Religionen aufeinander treffen. Wir wanderten zunächst zur Kirche Dominus flevit. Hier hat Jesus unter Tränen die Zerstörung Jerusalems vorausgesagt.
Ein weiterer Punkt unserer Wanderung war der Garten Gethsemane. Uralte Olivenbäume und das Evangelium des Gründonnerstag ließ uns auch hier die Ereignisse dieser Nacht quasi miterleben.
Wir durchwanderten das Chidrontal und betraten die Altstadt von Jerusalem durch das Stephanustor, was auch Löwentor genannt wird.
Nicht weit von hier liegt die Kirche St. Anna, die der Mutter Marias geweiht ist. Diese Kirche hat eine einmalige Akkustik.
Durch die belebte Altstadt von Jerusalem besuchten wir die Stationen des Kreuzweges auf der Via Dolorosa. Die letzten fünf Stationen liegen innerhalb der Grabeskirche, dem heiligsten Ort der Christenheit. In dieser Kirche ist ein Trubel an Menschen, man kann sich das nicht vorstellen. Allein sechs christliche Konfessionen teilen sich die Kirche, 70 verschiedene Kapellen sind unter ihrem Dach. Wir besuchten die Grabesgrotte der Syrer, in der man einen Eindruck bekommen hat, wie die Grabkammer Jesu ausgesehen haben könnte. Auch gingen wir zum Golgatha-Berg, dem Ort der Kreuzigung Jesu.
Nun stand noch der Besuch von Schwester Ros in der 6. Station an. Sie ist eine gute Freundin von Pater Stephan und hat uns in ihrer Kapelle etwas über das Leben und Arbeiten der Kleinen Schwestern Jesu erzählt.
Auf dem Weg zum Hotel machten wir noch Halt in der Österreichischen Hospiz zum Kaffee.
Über das Damaskus-Tor liefen wir dann gemeinsam zu unserem Hotel. Kurz bevor wir zum Essen gingen, fiel dann der Strom aus. Deshalb auch der etwas verspätete Pilgerblog.
Schalom aus Jerusalem und bis morgen.
4. Tag - Jerusalem
Jerusalem begrüßte uns mit einem klaren Himmel. Das heutige Programm war komplett zu Fuß. Um 8.00 Uhr starteten wir Richtung Tempelberg. Wir haben großes Glück, das der Tempelberg zur Zeit geöffnet ist, das ist nicht selbstverständlich. Wir mussten durch diverse Sicherheitskontrollen, bevor wir diesen für die Muslime heiligen Ort besuchen konnten.
Der Ansturm der Gruppen hielt sich stark in Grenzen und somit konnten wir den Platz mit der Al-Aksa-Moschee und dem Felsendom geradezu genießen. Unser Guide gab uns sehr ausführliche und hoch interessante Ausführungen zu diesem Ort. Am Freitag tummeln sich hier bis zu 200.000 Gläubige zum Freitagsgebet. An einige Regeln muss man sich allerdings halten. Passende Kleidung, nicht Essen/Trinken oder Rauchen und keine Umarmungen.
Weiter ging es (wieder durch Sicherheitskontrollen) zur Klagemauer, das Heiligtum der Juden. Getrennt nach Männer und Frauen haben wir diesen Ort auf uns wirken lassen. Jüdischen Glauben hautnah erleben. Auch wir haben (jeder für sich) der Klagemauer einen Wunsch anvertraut.
Weiter ging es durch das jüdische Viertel Richtung Dormitio Abtei auf dem Berg Zion.
Pater Stephan gab uns eine kleine Einführung in die Geschichte dieser Abtei, in der Nikolaus viele Jahre lang Abt war.
Wir nahmen an der Mittagshore der Benediktiner teil, anschließend besuchten wir den Abendmahlsaal, den Ort, an dem Jesus mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl einnahm.
Nach dem Mittagessen hatte wir freie Zeit, um in dem Gewirr der vielen Gassen von Jerusalem unser Verhandlungsgeschick auf die Probe zu stellen.
Heute gehen wir nach dem Abendessen nochmal auf Tour. Wir werden Jerusalem bei Nacht erkunden. Na mal sehen, was das wird.
Jetzt erst einmal herzliche Grüße und Schalom aus Jerusalem. Morgen melde ich mich dann aus Tabgha.
 5. Tag - Wüste - Jericho - Taufstelle - Totes Meer
Auf Wiedersehen Jerusalem. Heute hieß es Abschied nehmen von dieser quirligen und so besonderen Stadt. Wir fuhren mit dem Bus in die Wüste von Judäa. Wir sind nur eine halbe Stunde gefahren und die Landschaft und Temperaturen ändern sich schlagartig. Wüste und einzelne Beduinenzelte.
Wir stiegen oberhalb des Klosters St. Georg aus, gingen zu einem sehr schönen Aussichtspunkt an dem wir das Evangelium von Johannes dem Täufer, dem Rufer in der Wüste, hörten.
Anschließend hieß es sich mit Hut oder einem von den Beduinen gekauften Umhang, Wasser und Sonnenbrille zu bewaffnen. Wir wanderten vom Kloster St. Georg durch die Wüste nach Jericho. Wir wanderten ca. 2 1/2 Stunden einen traumhaften Weg entlang. Beginnend mit einer Meditation wanderten wir schweigend durch die Wüste. Begleitet von einem Beduinen mit Esel (falls einer schlapp macht - was nicht notwendig war).
Nach einer kleinen Stärkung mit frisch gepressten Granatapfelsaft fuhren wir mit dem Bus hinein nach Jericho. Es ist die älteste Stadt der Welt und liegt 200m unter dem Meeresspiegel.
Nach einem guten Essen bei den Palästinensern besuchen wir die Taufstelle Jesu. Ein wunderbarer Ort direkt an der Grenze zu Jordanien.
Jetzt ging es um das reine Vergnügen. Fahrt zum Toten Meer, der tiefste Punkt der Erde, 400m unter dem Meeresspiegel. Bei einem Salzgehalt von 30% legt man sich einfach auf das Wasser. Ein tolles Erlebnis.
Inzwischen war es 16.00 Uhr und wir mussten uns auf die Reise machen nach Tabgha am See Genezareth, unserem Pilgerhaus für die nächsten sechs Nächte. Wir fahren mit dem Bus durch das Westjordanland und werden dort ca. um 19.00 Uhr ankommen.
Den heutigen Blog schreib ich direkt aus dem Bus, damit ihr zu Hause schnell informiert seid. Da es hier unwahrscheinlich wackelt und viele Schlaglöcher hat, bitte ich Tippfehler zu entschuldigen.
Ach übrigens: Die Nachtfahrt in Jerusalem war ein Erlebnis. Wir waren unter anderem auf dem Scopusberg und haben an der Knesset, dem israelischen Parlament, angehalten. Außerdem gab es für die ganze Gruppe einen Arak.
Morgen melde ich mich dann aus Tabgha.
Schalom und Gottes Segen aus dem Heiligen Land.
6. Tag Tabgha - Primatskapelle - Karphanaum - Berg der Seligpreisung
Das Pilgerhaus in Tabgha, wunderschön gelegen am See Genezareth (laut Aussage unseres örtlichen Reiseführers der schönste Ort am See) begrüßte uns mit einem sehr guten Frühstück.
Um 9.00 Uhr ging es zu Fuß Richtung Tabgha, dem Ort der Brotvermehrung. An einer ruhigen Stelle haben wir den Tag mit einer kleinen Morgenandacht begrüßt. Dann gingen wir zum Kloster, in dem Pater Stephan 4 1/2 Jahre war, bevor er zu uns auf die Reichenau kam. Dieser Ort hat viele Geschichten zu erzählen, zum einen die offiziellen und zum anderen die vielen schönen Anekdoten und Ereignisse, die Pater Stephan hier erlebt hat. Und man spürt es (Lieber Stephan, ich hoffe, ich darf das sagen) wie Pater Stephan immer noch eng mit diesem Ort und dem See verbunden ist.
Zu Fuß ging es weiter zur Primatskapelle, dem Ort, an dem Jesus Petrus dreimal fragte "Liebst du mich?". Eine einfache kleine Kapelle direkt am See. Ein Grundstein unserer Kirche und ein augenscheinlicher Gegensatz zu dem, was heute Kirche teilweise ist.
Der Bus brachte uns weiter zur griechisch-orthodoxen Kirche am Ort Kapharnaum. Die Kirche ist inzwischen komplett mit wunderschönen Malereien ausgestattet und somit haben wir über eine Stunde hier verbracht. Einfach auch nur mal sitzen und auf den See schauen.
Dann wurde es weltlich. Das Mittagessen. Eine Tradition, das jeder Pilger am See einmal die Möglichkeit haben muss, den Petrusfisch zu essen. Naja, ich hatte an diesem Ort keine Offenbarung. Eine kleine gemütliche Gaststätte (mit uns waren gleichzeitig 6 andere Gruppen da)..............ohne Worte.
Nach dem Essen fuhren wir zur Schiffsanlegestelle und machten eine Bootsfahrt über den See. Man mag jetzt glauben, dass es für Reichenauerinnen und Reichenauer wohl nichts besonderes ist, mit einem Boot über einen See zu fahren. Aber hier hat so eine Fahrt etwas sehr spirituelles. Wir hörten das Evangelium von der Stillung des Sturmes und wir trieben eine ganz Zeit in völliger Stille über den See des Herrn. Aber auch tanzen war angesagt, ein gemeinsamer Tanz zu jüdischen Liedern.
Nach der Bootsfahrt fuhren wir mit dem Bus hinauf auf den Berg der Seligpreisung. Da die dortige Kirche weder schön noch irgendeinen Charme versprüht, wanderten wir hinunter an eine Stelle, an der es sehr wahrscheinlicher war, das Jesus hier die Bergpredigt gelesen hat. Bei untergehender Sonne und der See Genezareth zu unseren Füßen lasen wir die gesamte Bergpredigt. Schweigend warteten wir, bis die Sonne hinter den Bergen von Galiläa verschwand und der See sich in die Nacht verabschiedete.
Gemütlich wanderten wir zurück zu unserem Pilgerhaus.
Jetzt hat jeder noch etwas Zeit für sich, die Möglichkeit, an der Vesper der Benediktiner in Tabgha teilzunehmen. Abendessen gibt es um 19.30 Uhr und danach werden wir (wie gestern) den Tag auf der Terrasse des Pilgerhauses ausklingen lassen.
Schalom und viele Grüße an Euch Alle vom See des Herrn.
7. Tag Caesarea Philippi - Jordanquellen - Golanhöhen
Der heutige Tag versprach uns einen Ausflug in die vielfältige Natur dieses Landes. Unser Bus brachte uns am Morgen zunächst nach Caesarea Philippi. An diesem Ort fragte Jesus seine Jünger, für wen die Menschen ihn halten und für wen die Jünger ihn halten. Hier war das Messiasbekenntnis von Simon Petrus und die Antwort Jesu: "Von nun an nenne ich Dich Petrus, den Felsen, auf diesem Felsen will ich meine Kirche bauen und die Pforten der Unterwelt werden sie nicht überwinden". Ursprünglich wurde an diesem Ort dem Heidengott Pan gehuldigt.
Hier ist auch eine der Quellen des Jordan, Banyas. Genau von diesem Ort starteten wir unsere Wanderung zum Wasserfall des Banyas. Ein wunderschöner Weg mit verschiedenster Vegetation und traumhaften Stellen, an denen man verweilen kann.
Ende der Wanderung war der große Wasserfall des Banyas. An dieser Stelle lasen wir den 42. Psalm "Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele nach dir, Gott".
Danach hieß es Aufstieg aus dem kleinen Tal hinauf zu unserem Bus, der uns nun zu den Golanhöhen brachte, genauer gesagt, in die Dörfer der Drusen. Dort haben wir auch zu Mittag gegessen. Eine Pita gefüllt  mit Ziegenjoghurt und Gewürzen.
Nun fuhren wir weiter auf den Berg Meron, der auf seinem Gipfel (1208m) einen wunderbare Aussicht bietet über die Golanhöhen und in das Nachbarland Syrien. Hier konnten wir uns sehr anschaulich mit den Auswirkungen des Sechs-Tage-Krieges und dem Jom-Kippur-Krieg auseinandersetzen . Hier konnte man die Spannungen, die in diesem Gebiet herrschen, wahrlich fühlen. Damaskus, die Hauptstadt Syriens, ist von diesem Punkt nur noch 60km entfernt. Der Aussichtspunkt ist ein alter Bunker und wird von den UN-Soldaten zur Beobachtung der Gegend genutzt (siehe Bilder).
Man kann sich hier aber auch mit ganz normalen Dingen beschäftigen, zum Beispiel Kaffee trinken. Da hier oben die UN stationiert ist, bekommt man hier einen Coffee Anan (Schmeckt sehr gut).
Inzwischen hat sich die Sonne schon wieder ziemlich gesenkt und wir fuhren zu unserem letzten Programmpunkt, einem wunderschönen Aussichtspunkt, von dem man den gesamten See Genezareth sehen konnte. Pater Stephan las hier die passenden Stellen des Evangeliums vor und die Sonne ging in dieser Zeit unter. die Araber nennen den See auch "das Auge Gottes".
Nun machten wir uns auf den Heimweg Richtung Pilgerhaus. Euch allen herzliche Grüße aus Galiläa und allen morgen einen gesegneten Sonntag. Schalom und bis morgen.
8. Tag Nazareth - Berg Tabor
Nach dem Frühstück machten wir uns mit dem Bus auf den Weg in den Ort, in dem Jesus aufgewachsen ist und seine Familie hatte. Nazareth. Damit auch der Ort, an dem Maria durch den Erzengel Gabriel das Wunder der Menschwerdung Gottes verkündet bekommen hat.
Zunächst besuchten wir die orthodoxe Kirche, in der sich der Brunnen befindet, an dem die Verkündung wohl stattgefunden hat. Als wir eintrafen, war gerade ein Gottesdienst und man bekam einen schönen Eindruck, mit wieviel Gesang so ein orthodoxer Gottesdienst begleitet wird.
Unser Weg führte uns zu Fuß weiter durch den Basar von Nazareth, da aber Sonntag war, waren allen Läden geschlossen. Damit für unsere Gruppe auch das erste mal, das keine Frauen verloren gegangen sind, die in irgendwelchen Läden versunken sind.
Unser Gästeführer zeigte uns das älteste Café in Nazareth, in dem Männer zusammen saßen und spielten (Karten und Backgammon). Früher war das Kaffee nur den Männern vorbehalten, inzwischen dürfen aber auch Frauen das Café betreten. Somit legte unsere Gruppe eine kleine Pause ein und wir bekamen die Spezialität des Hauses serviert: Zimttee mit Walnüssen (mein Lieblingsgetränk wird es auf jeden Fall nicht).
Auf den Weg zur Verkündigungsbasilika besuchten wir noch die Synagoge, in der Jesus aus dem Propheten Jesaja las und die Menge zum Aufruhr brachte.
Nun ging es weiter zur Verkündigungsbasilika, dem katholischen Ort der Verkündigung. Diese Kirche ist für den Ort Nazareth viel zu groß geraten und über Geschmack kann man ja bekanntlich streiten. Ich habe keine Bilder dieser Kirche gemacht, da mein Handy die Aufnahme verweigerte............ :-))
Nach der Besichtigung dieser Kirche ging es zum Mittagessen. Mal wieder arabisch: Humus, Salat, Mais und Fladenbrot und anschließend gegrilltes Hähnchen und Gehacktes vom Lamm. Es schmeckt ja sehr gut, aber so langsam ist der Bedarf gedeckt. Man munkelt in der Gruppe, das Manche schon von Wurstsalat geträumt haben.
Jetzt ging es weiter mit dem Bus zum Berg Tabor, dem Ort der Verklärung Christi. Der Bus kann nicht bis auf den Gipfel fahren, und so wird man mit kleinen Taxis nach oben gefahren, den sogenannten "Halleluja-Taxis" - weil jeder Mitfahrer ein lautes "Halleluja" ausruft, wenn er wieder Heil unten ankommt. Pater Stephan las uns das Evangelium der Verklärung. Wir genossen noch ein paar Augenblicke die wunderschöne Aussicht und machten uns dann auf den Weg zum Pilgerhaus.
In der Dämmerung feierte wir noch Eucharistie direkt am See und gedachten in diesem Gottesdienst besonders Johanna Blum, die vor einem Jahr so tragisch ums Leben kam.
Heute ist die Gruppe nach dem Abendessen bei den philippinischen Schwestern eingeladen. Diese Begegnung bekommt diesmal eine besondere Note, da ja demnächst zwei Schwestern auf die Reichenau kommen.
Euch allen wieder herzliche Grüße und Schalom aus Tabgha.
9. Tag Akko - Haifa
 
Bevor ich zum heutigen Tag komme noch eine kleine Nachlese des gestrigen Abends bei den Philippinischen Schwestern, die uns ja gestern eingeladen hatten. Wir waren nicht schlecht erstaunt, als wir sahen, dass sich die Sisters extra für uns in Schale geworfen haben. Man kann das jetzt schlecht beschreiben, aber ich habe Euch Bilder des Abends eingestellt, dann seht ihr es selbst. Es war ein wundervoller Abend mit viel Musik. Mal haben die Sisters gesungen, getanzt und gespielt und dann waren wir dran. Gott sei Dank haben wir mit August, Georg und Ernst drei Musiker in der Gruppe, die Gitarre spielen können und auch Mundharmonika, für die Badener Goschehobel.
Heute morgen fuhren wir mit dem Bus quer durchs Land an die Mittelmeerküste. Das erste Ziel hieß Akko, eine wunderschöne Hafenstadt mit knapp 50.000 Einwohnern. Wir besichtigten die alte Kreuzfahrerstadt, alte Rittersäle und lange Tunnels unter der Stadt, die von den Kreuzrittern und Templern erbaut worden sind. Auch das Osmanische Reich hinterließ seine Spuren. Wir gingen durch den Basar auf die alte Stadtmauer und genossen den Blick über das Mittelmeer.
Nach dem Mittagessen, ihr werdet es nicht erraten, was es gab: Arabisch :-)) fuhren wir in die große Hafenstadt Haifa auf den Berg Karmel. Haifa ist der größte Hafen Israels und umschließt eine ganze Bucht und ist mit knapp 280.000 Einwohnern eine der großen Städte Israels. Ein Sprichwort hier sagt: "In Jersusalem wird gebetet, in Haifa wird gearbeitet und in Tel Aviv wird gelebt."
Wir besichtigten die Kirche Stella Maris und genossen einen wunderschönen Blick über die Gärten der Bahai und die gesamte Stadt mit Ihrem großen Hafen.
Nun hieß es Abschied nehmen von dieser Stadt und wir machten uns wieder auf den Weg in unser Pilgerhaus nach Tabgha. Immerhin ist man mit dem Bus fast 1 1/2 Stunden unterwegs.
Jetzt macht sich noch jeder frisch in seinem Zimmer und um 19.00 Uhr gibt es Abendessen. Und dann kann es durchaus sein, das wieder einige Pilgerinnen und Pilger zum Schlummertrunk sich auf der Terrasse des Pilgerhauses treffen.
Wir grüßen Euch alle und senden ein herzliches Schalom aus Galiläa.
10. Tag Magdala - Nof Ginnosar - Weinprobe
Der Tag begrüßte uns heute mit einem eigenartigen Geräusch. Es regnete. Das waren wir gar nicht gewohnt. Auch hatten wir einen neuen Bus und einen neuen Busfahrer, da unser Fahrer, der uns bis gestern durch dieses Land gefahren hat, dringend nach Hause musste, da sein Vater schwer krank wurde. Inzwischen haben wir erfahren, das sein Vater verstorben ist - wir schließen ihn in unsere Gebete ein.
Im Regen ging es zunächst ins lateinischen Karphanaum, mit der alten Synagoge und dem Haus, in dem Jesus die Schwiegermutter des Petrus heilte.
Weiter ging es nach Magdala. Diese Stadt war zu Jesu Zeit eine bedeutende Stadt am See Genezareth unweit der Stadt Tiberias. Hier lebte der Überlieferung nach Maria Magdalena, eine Anhängerin Jesu. Ihre Person ist im neuen Testament mehrfach genannt, insbesondere in Zusammenhang mit den Osterereignissen. Die Ausgrabungen wurden erst 2006 entdeckt und nun herrscht hier eine große Bautätigkeit. Insbesondere die Kirche "Duc in altum" (Fahr noch einmal hinaus) ist sehenswert. Der Altar, das Tabernakel und auch der Ambo sind in Form eines Schiffes.
Nächster Punkt war Nof Ginnosar, der Stelle, an der man ein altes Holzboot aus der Zeit Jesu gefunden hat. Wir haben über die Entdeckung und die Bergung einen Film gesehen und durften uns dann das Originalboot anschauen.
Nun war schon wieder Mittagspause - und es gab arabisch. Mal was anderes :-))
Nach der Pause fuhren wir mit unserem Bus noch einmal auf die Golanhöhen zur Weinprobe in die Kellerei "Golan Heights Winery".
Sie wurde im Jahr 1983 in der kleinen Stadt Katzrin gegründet, heute im Besitz der Galilee and Golan Heights Vineyards, Inc., einem Zusammenschluss von acht Siedlungen in den Golanhöhen. Die zugehörigen 15 Weinberge liegen ausnahmslos nördlich des See Genezareth, in Höhenlagen von mindestens 400 bis 1100 Meter über dem Meeresspiegel, eine Anbaufläche von zusammen etwa 600 Hektar.
Wir durften unter deutscher Moderation vier dieser Weine probieren und anschließend natürlich auch kaufen.
Nach dieser sehr schönen Weinprobe ging es zurück zu unserem Pilgerhaus. Jetzt heißt es Koffer packen, denn morgen um 10.00 Uhr geht es Richtung Flughafen und wieder nach Hause zu Euch allen. Wir freuen uns schon auf unsere Heimat.
Heute werden wir noch einen Abschiedstrunk nehmen und auf dieses wunderschöne Land und diese Reise trinken.
Wir waren eine sehr harmonische Gruppe und hatten mit unserem Gästeführer ein riesiges Glück.
Jetzt gucken wir, dass wir alle heil nach Hause kommen. Morgen werde ich mich nicht mehr melden, den Tag könnt Ihr Euch ja von Euren Lieben direkt erzählen lassen. Ich danke Euch allen, die unsern Pilgerblog verfolgt habt und ein besonderes "Vergelts Gott" an unser Homepageteam (Sybille, Axel, Stefan) für die tolle Unterstützung und das schnelle Online-Stellen meiner Beiträge und Bilder.
Schalom, Euer Uwe