Verleihung der Zelterplakette an den Münsterchor und -Orchester

 
Münsterchor und Orchester wurden im Rahmen des Hochfestes „Mariä Himmelfahrt“ 2017 mit der Zelter-Plakette geehrt.
Weihbischof Kreidler sprach in seiner Predigt davon, dass Maria von ihrem Wesen her ganz bei Gott daheim ist, dass Gott ihre Heimat ist. „Zeichen der Hoffnung und Quellen des Trostes“ So wird Maria in den liturgischen Texten dieses Festgottesdienstes genannt. Im Evangelium hat sie ihren Gott besungen. Maria hat allen Grund über Gott zu jubeln und sie tut das in den Versen, die uns als das „Magnifikat“ vertraut sind. Maria wächst in der Erfahrung der liebenden Augen Gottes über sich hinaus. Eine Frau, die nicht nur für das eigene Leben Neues erwartet, sondern darüber hinaus für die ganze Welt, für alle Menschen. Das Magnifikat Marias ist ein Lied vom Leben und ein Lied für das Leben.
Der Münsterchor und das Münsterorchester umrahmte den Gottesdienst mit der Messe „Dona nobis pacem“ von Siegfried Hildenbrand unter der Leitung von Münsterkantor Roland Uhl.
Im Anschluss hat Landrat Frank Hämmerle im Auftrag des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier dem Chor und Orchester die Zelter-Plakette überreicht. Mit der Zelter-Plakette werden Chöre geehrt, die sich um die Chormusik verdient gemacht haben. Voraussetzung ist ein mehr als einhundert Jahre dauerndes Chor- und Musikschaffen. Landrat Frank Hämmerle äußerte sich begeistert von der musikalischen Qualität, die ihm in dieser Form, mit großem Chor und Orchester und ausschließlich Laien, nur auf der Reichenau bekannt sei. In ihrer Ansprache hat sich die Vorsitzende des Münsterchores, Nadin Weltin bedankt und ihrer Freude und auch Stolz Ausdruck verliehen, auf diese lange Tradition zurückblicken zu können. Ganz auch nach dem Wahlspruch der diesjährigen Firmlinge: „Damit der Funke überspringt“. Sie sei stolz darauf, dass die Reichenauerinnen und Reichenauer diese Tradition bis heute aufrecht erhalten haben und der Funke immer wieder überspringt.
Warum dies so ist könne sie nur spekulieren, aber ein wenig göttliche Hilfe sei sicher auch dabei gewesen. Der Chor und das Orchester bedankten sich bei den Zuhörern mit Händels Haleluja aus dem Messias.
Der Münsterchor existiert bereits seit dem frühen 19. Jahrhundert und hieß damals „Cäcilienverein“. Nach der Säkularisation übernahmen die weltlichen Gemeindemitglieder die musikalische Gestaltung der Gottesdienste. Die Stimmen der Knaben (Sopran und Alt) wurden von da an von den Frauen gesungen.