Bildungswerk Reisebericht Kreta

 

Reiserückblick

8-tägige Studienreise mit dem Bildungswerk Reichenau auf eine Insel voller Naturschätze

Kalimera, Kreta !

 
Unserer Einladung zur Studienreise nach Kreta folgten 28 Personen, die bereit waren, sich die wahre Perle des Mittelmeeres anzusehen.
Kreta ist eine Insel, wie sie abwechslungsreicher kaum sein könnte. Ob feinsandige Traumstrände, kleine pittoreske und verlassene Buchten, schneebedeckte Berge, unberührte Naturlandschaften oder quirlige, pulsierende Küstenstädte: das alles bietet die größte griechische Insel.
 
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07. Mai 2024 / Reichenau-Zürich-Heraklion

 
 

08. Mai 2024 / Knossos und Heraklion

Tag 2 führte uns nach Knossos, der historisch bedeutsamsten Stätte Kretas. Anschaulich mit Mut zur Farbe und Beton lag sie vor uns, die rekonstruierte größte Palastanlage der Minoer.
Die Residenz des sagenumwobenen König Minos ist ein vielstöckiger und technisch raffinierter Palast, der schätzungsweise 1300 – 1400 Räume, unzählige Gänge und äulenhallen hatte. Knossos war das Religions- und Verwaltungszentrum Kretas. Die Grösse und Vielfalt der gut erhaltenen Anlage der Säulen, Mauern, Malereien und Skulpturen dieses ausgedehnten Palastbezirkes geben eine Vorstellung des minoischen Lebens und versetzen Besucher um Jahrtausende in die Vergangenheit zurück.
 
Zurück in der Gegenwart ging es weiter zur Inselhauptstadt Heraklion. Den Mittelpunkt des historischen Zentrums bildet der Morosini-Brunnen. Weitere Zeugnisse aus venezianischer Zeit bilden die venezianische Loggia, die Basilika Agios Markos, die Kirche Agios Titos sowie das zum Wahrzeichen der Stadt gewordene Kastro Koules.
 
 

09. Mai 2024 / Agios Nikolaos - Spinalonga - Lassithi-Hochebene mit Besuch der Diktäischen Höhle

Tag 3 begann mit einem Spaziergang durch das malerisch am Golf von Mirabello gelegene Städtchen Agios Nikolaos mit dem sagenumwobenen Voulismeni-See.
Den Höhepunkt des Tages bildete die Fahrt zur Insel Spinalonga, einst venezianische Festung und von 1903-1957 griechische Leprastation. Beim Rundgang sieht man heute noch die verlassenen Häuser, das damalige Krankenhaus und die Ruinen der Festung. So ist aus der ehemals kleinen Stadt mit eigener Infrastruktur eine Geisterstadt geworden, die immer noch den Eindruck vermittelt, dass die Zeit, als hier Kranke lebten, gerade erst zu Ende gegangen ist.
 
Danach ging es vom Meer aus durch die schöne Berglandschaft an der äußeren Bergwand von Lassithi hinauf zur Lassithi-Hochebene, eine paradiesisch fruchtbare Landschaft, geprägt vom Gemüse-, Wein- und Obstanbau. Am Rande der Hochebene beim Dorf Psychro besuchten wir die Diktäische Höhle, der Sage nach Geburtsort des Göttervaters Zeus.
 
 

10. Mai 2024 / Messara-Ebene - Gortis - Zaros

Tag 4 – Während der Transferfahrt nach Rethymnon ging es durch die fruchtbare Messara-Ebene, der Kornkammer Kretas.
Im antiken Gortis würdigten wir die Reste der Titusbasilika und die älteste Rechtsinschrift Europas. Die Geschichte des Christentums auf Kreta begann mit der Missionsreise des Apostel Paulus und seines Schülers Titus, der in Gortis 65 n. Chr. die erste christliche Gemeinde gründete.
In einer Taverne in Zaros, inselweit bekannt für Mineralwasser und Forellen, wurde uns ein typisch kretisches Mittagessen serviert. In Erinnerung bleiben wird uns allen die lecker zubereitete Forelle aus eigener Zucht und nicht zu vergessen die Gastfreundschaft, die überall auf der Insel zu spüren war.
 

11. Mai 2024 / Moni Arkadi - Margarites - Rethymnon

Tag 5 – Erwartungsvoll machten wir uns auf ins Landesinnere südöstlich von Rethymnon zur festungsartigen Klosteranlage Arkadi, Nationalheiligtum der Kreter und eine historisch herausragende Sehenswürdigkeit der Insel.
 
 
Weiter ging es nach Margarites, einem Bergdorf, das wegen seiner zahlreichen Keramikwerkstätten berühmt geworden ist. Nach dem Besuch einer Töpferwerkstatt konnten wir entlang der Durchgangsstraße in zahlreichen Keramikläden die kunstvoll hergestellten Gegenstände bestaunen und kaufen.
Am Nachmittag ging es weiter nach Rethymnon, der drittgrößten Stadt Kretas. Von der venezianischen wie auch von der türkischen Herrschaft geprägt, weist die Stadt eine besonders reizvolle Kulturmischung auf. Die Geschlossenheit der Altstadt mit ihrem liebevoll restaurierten Erbe macht aus Rethymnon ein Kulturdenkmal  erster Klasse.
Ob am Tag oder am Abend - ein Bummel durch das Labyrinth aus engen Gassen, vorbei am Rimondi-Brunnen und am venezianischen Hafen sowie der Besuch einer Taverne lohnt sich immer.
 
 


 

12. Mai 2024 / Maleme - Chania

Tag 6 – Heute galt unser erster Besuch dem Soldatenfriedhof des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge oberhalb von Maleme.
In der Bucht von Chania verloren beim deutschen Luftangriff auf Kreta 1941 viele deutsche Soldaten ihr Leben, unter anderem auch der Reichenauer Paul Weltin. Ein weiterer Reichenauer Bürger - Josef Blum - überlebte diesen Luftangriff.
In Erinnerung an die oben genannten Reichenauer Bürger setzten wir an diesem geschichtsträchtigen Ort ein Zeichen der Verbundenheit und knüpften in Anlehnung an 1300 Jahre Reichenau „DAS BAND“ zwischen der Insel Kreta und der Insel Reichenau.
 
 
 
Ein letzter Blick auf die Bucht von Chania, bevor es weiterging nach Chania, der alten Hauptstadt Kretas. Das bunte Stadtbild spiegelt die bewegte Vergangenheit wieder. Wie selbstverständlich reihen sich hier Monumente aus byzantinischer, venezianischer und türkischer Zeit aneinander.
Ein ausgiebiger Bummel durch die verwinkelten Gassen der Altstadt entführte uns in eine andere Welt. Und beim Spaziergang entlang der bunten Häuserreihen am venezianischen Hafen konnte man so richtig die Seele  baumeln lassen.    
 

13. Mai 2024 / Kourtaliotiko-Schlucht - Moni Preveli - Frangokastello - Imbros-Schlucht

Tag 7 begann mit der Fahrt durch die Kourtaliotiko-Schlucht. Die spektakuläre Schlucht erstreckt sich zwischen den Bergen des westlich gelegenen Kouroupa und dem östlichen Xiro. Wenn ein starker Wind weht, entsteht in den Felsspalten ein merkwürdiges Geräusch, das wie das Klappern von Kastagnetten klingt. Die enge Schlucht hat ihre ganz eigene wilde Schönheit. An den kahlen Seitenwänden gibt es zahlreiche Quellen und Grotten.
 
Weitab von der Zivilisation an der felsigen Südküste gelegen, erreichten wir Moni Preveli, eines der schönsten Mönchsklöster Kretas. Im 17. Jh. erbaut und mustergültig renoviert, liegt der Komplex terrassenartig über dem Libyschen Meer. Moni Preveli war an allen Freiheitskämpfen und Aufstandsbewegungen Kretas beteiligt.
 
Direkt am Meer gelegen besuchten wir die venezianische Festung Frangokastello mit mächtigem Mauerwerk, bevor es weiterging nach Imbros, wo wir in einer herrlich gelegenen Taverne zu Mittag aßen. Diese Taverne mit kleinem Parkplatz markiert den Zugang zur Imbros-Schlucht für Wanderer. Wir bevorzugten den Bus, um die 40 km durch die Weißen Berge hoch über der Imbros-Schlucht nach Vrises zurückzulegen. Diese Strecke beeindruckt wegen der unzähligen Kurven und der halbwilden Ziegen am Wegesrand.
 

14. Mai 2024 / Rethymnon - Fodele - Heraklion - Zürich - Reichenau

Tag 8 – Nach einem Spaziergang durch Rethymnon und einer leckeren Moussaka zum Abschied machten wir uns auf den Weg zum Flughafen in Heraklion. Unterwegs besuchten wir noch Fodele, den Geburtsort des Malers El Greco.
Pünktlich wie ein Schweizer Uhrwerk brachte uns der Edelweiss-Flieger wieder zurück in die Heimat.
Text und Bilder: Elisabeth Frindt und Uwe Anker
Zurück am Bodensee
Eine wunderbare Reise ist zu Ende. Was bleibt, sind unvergessliche Momente und Erinnerungen an liebevolle Begegnungen. Eines ist gewiss:
Kreta hält für jeden Besucher viele Überraschungen bereit und ist immer eine Reise wert.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wir bedanken uns ganz herzlich für Euer Vertrauen und dass Ihr Euch für diese Reise entschieden habt. Vielleicht sieht man sich bei einer unserer nächsten Reisen wieder.
Das Team des katholischen Bildungswerks Reichenau
Elisabeth und Uwe