Münsterchor und -Orchester in Venedig
Als Monsignore Barbaro von Venedig am Markustag 2012 die Messe zelebrierte, war er von der musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes so beeindruckt, dass er im Anschluss an die Prozession und der Einweihung unserer neu renovierten Markusstatue spontan Chor und Orchester einlud, nach Venedig zu kommen und im Markusdom ebenfalls eine Messe musikalisch zu gestalten.
In Venedig wird Kirchenmusik vorrangig aus der Zeit bis 1600 aufgeführt, überwiegend a capella, so dass eine Messe aus „neuerer Zeit“ (also nach 1600) und mit orchestraler Besetzung dort nicht bekannt sind. Für uns war dies natürlich eine besondere Anerkennung, und nachdem Monsignore Barbaro die Einladung an uns anlässlich des letztjährigen Venedigbesuchs des Jugendgottesdienstteams mit Pater Stephan wiederholte, war die Reise beschlossene Sache – jetzt ging es ans Organisieren der Reise, was bei einem so großen Chor und Orchester eine nicht gerade einfache Aufgabe ist, die unser Vorstand Axel Morat jedoch hervorragend bewerkstelligte. Dank der hervorragenden Italienisch-Kenntnisse unseres Pater Hugo gab es keine sprachlichen Barrieren, und so konnte der Termin auch bald fest vereinbart werden.
Am Samstag, den 17.05. ging die Reise dann los. Insgesamt 82 Chor- und Orchestermitglieder, begleitet von unseren Padres, fuhren mit zwei Bussen von der Reichenau nach Venedig. Zum Auftakt der Reise hielten wir morgens um 6.00 Uhr vor der Markusstatue am Münster eine Andacht, bei der Pater Stephan uns Stellen aus dem Markusevangelium vorlas. Für uns selbstverständlich sangen wir zum Abschluss der Andacht das Salve Regina auf dem Münsterplatz.
Nach einschließlich Pausen etwa zehnstündiger Fahrt, bei der in den Bussen schon eine sehr gute Stimmung war und auch gemeinsam gesungen wurde (Carolin Graf hatte sogar extra für die Fahrt Notenhefte zusammengestellt) kamen wir dann in Venedig an. Mit Wassertaxis ging es vom Busparkplatz zu unserem zentral gelegenen, von Ordensschwestern geführten, Hotel. Die Zimmeraufteilung (von Einzelzimmern bis 5-Bettzimmern) hatten wir bereits im Vorfeld geklärt, so dass die Zimmerzuteilung recht zügig ging. Der Abend war zur freien Verfügung – in verschiedenen Gruppierungen erkundigten wir jeder auf seine Weise Venedig – zu Fuß und mit den Vaporettos. Immer wieder trafen sich einzelne Gruppen in der Stadt, und alle waren von den ersten Eindrücken begeistert – sowohl diejenigen, die das erste Mal in der Lagunenstadt waren als auch die erfahrenen, die schon öfter dort waren und den anderen gerne mit ihrem Wissen zur Verfügung standen. Pater Stephan und Pater Hugo trafen sich derweil mit Monsignor Barbaro und Domkapitular Don Antonio zu näheren Absprachen für die Sonntagsmesse. Im lauen Abend trafen sich einige Heimkehrer noch im Innenhof und tauschten ihre Erfahrungen aus.
Nach dem Frühstück ging es dann – der Instrumente wegen wiederum mit Wassertaxis – zum Markusdom. Aufgrund des sehr vollen Programms im Markusdom (am Sonntagvormittag werden drei Messen zelebriert, außerdem gibt es natürlich zahlreiche Führungen) konnten wir erst 15 Minuten vor Beginn der Messe, die um 12.00 Uhr stattfand, in den Markusdom, so dass ein Einsingen im Dom nicht möglich war. Daher sangen wir uns einfach auf dem Markusplatz ein – und waren sofort von Touristen umgeben, die uns beim Einsingen fotografierten und filmten! Das nächste beeindruckende Erlebnis war, wie wir durch einen Nebeneingang, zu dem uns Pater Stephan führte, in den Markusdom kamen – vor der Türe mussten wir jedoch noch warten, bis die davor stattfindende Messe zu Ende gefeiert wurde. Orchester und Chor nahmen dann ihren Platz rechts vor dem Altarraum ein. Zum Einzug sangen wir – begleitet von Roland Uhl an der Orgel und, da die Orgel nicht in Sichtkontakt war, dirigiert von August Glönkler zwei Strophen unseres Markusliedes, mit dem wir den Heiligen Markus grüßten.
Als Messe hatte Roland Uhl aufgrund der Orchesterbesetzung die 9. Messe von Faist ausgewählt – allerdings hatte er, da nicht alle Orchestermitglieder mitfahren konnten und somit nicht die volle Besetzung möglich war, einige Stimmen noch umschreiben müssen.
Der Klang im Markusdom war sehr schön – durch die Mosaikwände und –decken, doch anders als das von uns in unserem Münster gewohnte Klangbild.
Monsignore Barbaro hatte am Sonntag Firmung, so dass er selbst nicht an der Messe teilnehmen konnte, daher stand Domkapitular Don Antonio der Messe vor. Pater Hugo las das Evangelium in perfektem Italienisch. Da nach unserer Messe Führungen stattfanden, gab es ein Zeitlimit, so dass wir leider das Credo der Messe nicht singen konnten, weil dies den vorgegebenen Zeitrahmen gesprengt hätte. Zur Verkürzung der Gesamtzeit hatte Domkapitular Don Antonio auch festgelegt, dass Teile der Messe an unüblichen Stellen (Benediktus zur Gabenbereitung und Agnus Dei während der Kommunion) gesungen wurden. Zur Entlassung wurde uns nochmals für die Mitgestaltung gedankt und die besondere Beziehung zwischen Venedig und der Insel Reichenau durch die Verehrung des heiligen Markus betont. Als Abschluss sangen und spielten wir noch das Halleluja von Händel und erhielten von den zahlreichen Gottesdienstbesuchern großen Applaus. Für uns alle wird diese heilige Messe ein unvergessliches Erlebnis sein, das noch lange in uns fortklingen wird.
Als Gastgeschenk überreichte Axel Morat ein Aufnahme von unserer Markusstatue.
Der Nachmittag und Abend stand wieder zur freien Verfügung, und wieder fanden sich verschiedene Gruppen zusammen, die unterschiedliche Sehenswürdigkeiten besichtigten, durch die Gassen schlenderten, mit Vaporettos nach Murano, Burano, Lido fuhren und bleibende Eindrücke aufnahmen. Auch an diesem Abend saßen etliche Chor- und Orchestermitglieder in geselliger Runde noch zusammen und ließen den Abend in bester Stimmung ausklingen.
Am Montag ging es nach dem Frühstück wieder mit den Wassertaxis zum Busparkplatz, und von da wieder auf die Heimreise. Auch in den Bussen wurde die gute Zusammengehörigkeit spürbar, ob Essbares herumgereicht oder gemeinsam gesungen wurde – die gemeinsamen Erlebnisse auf unserer Reise haben sich in uns eingeprägt und werden sicherlich noch lange nachwirken! Allen, die dieses Erlebnis ermöglicht und organisiert haben, sei ein ganz herzliches Danke gesagt!
In Venedig wird Kirchenmusik vorrangig aus der Zeit bis 1600 aufgeführt, überwiegend a capella, so dass eine Messe aus „neuerer Zeit“ (also nach 1600) und mit orchestraler Besetzung dort nicht bekannt sind. Für uns war dies natürlich eine besondere Anerkennung, und nachdem Monsignore Barbaro die Einladung an uns anlässlich des letztjährigen Venedigbesuchs des Jugendgottesdienstteams mit Pater Stephan wiederholte, war die Reise beschlossene Sache – jetzt ging es ans Organisieren der Reise, was bei einem so großen Chor und Orchester eine nicht gerade einfache Aufgabe ist, die unser Vorstand Axel Morat jedoch hervorragend bewerkstelligte. Dank der hervorragenden Italienisch-Kenntnisse unseres Pater Hugo gab es keine sprachlichen Barrieren, und so konnte der Termin auch bald fest vereinbart werden.
Am Samstag, den 17.05. ging die Reise dann los. Insgesamt 82 Chor- und Orchestermitglieder, begleitet von unseren Padres, fuhren mit zwei Bussen von der Reichenau nach Venedig. Zum Auftakt der Reise hielten wir morgens um 6.00 Uhr vor der Markusstatue am Münster eine Andacht, bei der Pater Stephan uns Stellen aus dem Markusevangelium vorlas. Für uns selbstverständlich sangen wir zum Abschluss der Andacht das Salve Regina auf dem Münsterplatz.
Nach einschließlich Pausen etwa zehnstündiger Fahrt, bei der in den Bussen schon eine sehr gute Stimmung war und auch gemeinsam gesungen wurde (Carolin Graf hatte sogar extra für die Fahrt Notenhefte zusammengestellt) kamen wir dann in Venedig an. Mit Wassertaxis ging es vom Busparkplatz zu unserem zentral gelegenen, von Ordensschwestern geführten, Hotel. Die Zimmeraufteilung (von Einzelzimmern bis 5-Bettzimmern) hatten wir bereits im Vorfeld geklärt, so dass die Zimmerzuteilung recht zügig ging. Der Abend war zur freien Verfügung – in verschiedenen Gruppierungen erkundigten wir jeder auf seine Weise Venedig – zu Fuß und mit den Vaporettos. Immer wieder trafen sich einzelne Gruppen in der Stadt, und alle waren von den ersten Eindrücken begeistert – sowohl diejenigen, die das erste Mal in der Lagunenstadt waren als auch die erfahrenen, die schon öfter dort waren und den anderen gerne mit ihrem Wissen zur Verfügung standen. Pater Stephan und Pater Hugo trafen sich derweil mit Monsignor Barbaro und Domkapitular Don Antonio zu näheren Absprachen für die Sonntagsmesse. Im lauen Abend trafen sich einige Heimkehrer noch im Innenhof und tauschten ihre Erfahrungen aus.
Nach dem Frühstück ging es dann – der Instrumente wegen wiederum mit Wassertaxis – zum Markusdom. Aufgrund des sehr vollen Programms im Markusdom (am Sonntagvormittag werden drei Messen zelebriert, außerdem gibt es natürlich zahlreiche Führungen) konnten wir erst 15 Minuten vor Beginn der Messe, die um 12.00 Uhr stattfand, in den Markusdom, so dass ein Einsingen im Dom nicht möglich war. Daher sangen wir uns einfach auf dem Markusplatz ein – und waren sofort von Touristen umgeben, die uns beim Einsingen fotografierten und filmten! Das nächste beeindruckende Erlebnis war, wie wir durch einen Nebeneingang, zu dem uns Pater Stephan führte, in den Markusdom kamen – vor der Türe mussten wir jedoch noch warten, bis die davor stattfindende Messe zu Ende gefeiert wurde. Orchester und Chor nahmen dann ihren Platz rechts vor dem Altarraum ein. Zum Einzug sangen wir – begleitet von Roland Uhl an der Orgel und, da die Orgel nicht in Sichtkontakt war, dirigiert von August Glönkler zwei Strophen unseres Markusliedes, mit dem wir den Heiligen Markus grüßten.
Als Messe hatte Roland Uhl aufgrund der Orchesterbesetzung die 9. Messe von Faist ausgewählt – allerdings hatte er, da nicht alle Orchestermitglieder mitfahren konnten und somit nicht die volle Besetzung möglich war, einige Stimmen noch umschreiben müssen.
Der Klang im Markusdom war sehr schön – durch die Mosaikwände und –decken, doch anders als das von uns in unserem Münster gewohnte Klangbild.
Monsignore Barbaro hatte am Sonntag Firmung, so dass er selbst nicht an der Messe teilnehmen konnte, daher stand Domkapitular Don Antonio der Messe vor. Pater Hugo las das Evangelium in perfektem Italienisch. Da nach unserer Messe Führungen stattfanden, gab es ein Zeitlimit, so dass wir leider das Credo der Messe nicht singen konnten, weil dies den vorgegebenen Zeitrahmen gesprengt hätte. Zur Verkürzung der Gesamtzeit hatte Domkapitular Don Antonio auch festgelegt, dass Teile der Messe an unüblichen Stellen (Benediktus zur Gabenbereitung und Agnus Dei während der Kommunion) gesungen wurden. Zur Entlassung wurde uns nochmals für die Mitgestaltung gedankt und die besondere Beziehung zwischen Venedig und der Insel Reichenau durch die Verehrung des heiligen Markus betont. Als Abschluss sangen und spielten wir noch das Halleluja von Händel und erhielten von den zahlreichen Gottesdienstbesuchern großen Applaus. Für uns alle wird diese heilige Messe ein unvergessliches Erlebnis sein, das noch lange in uns fortklingen wird.
Als Gastgeschenk überreichte Axel Morat ein Aufnahme von unserer Markusstatue.
Der Nachmittag und Abend stand wieder zur freien Verfügung, und wieder fanden sich verschiedene Gruppen zusammen, die unterschiedliche Sehenswürdigkeiten besichtigten, durch die Gassen schlenderten, mit Vaporettos nach Murano, Burano, Lido fuhren und bleibende Eindrücke aufnahmen. Auch an diesem Abend saßen etliche Chor- und Orchestermitglieder in geselliger Runde noch zusammen und ließen den Abend in bester Stimmung ausklingen.
Am Montag ging es nach dem Frühstück wieder mit den Wassertaxis zum Busparkplatz, und von da wieder auf die Heimreise. Auch in den Bussen wurde die gute Zusammengehörigkeit spürbar, ob Essbares herumgereicht oder gemeinsam gesungen wurde – die gemeinsamen Erlebnisse auf unserer Reise haben sich in uns eingeprägt und werden sicherlich noch lange nachwirken! Allen, die dieses Erlebnis ermöglicht und organisiert haben, sei ein ganz herzliches Danke gesagt!

